Die kleine Kirche der Hl. Dreifaltigkeit wurde erbaut, als Šišan ein reicher und einflussreicher Ort war.

Es ist eine einschiffige Kirche, was bedeutet, dass ihr Inneres nicht durch Säulen oder Mauern getrennt ist. Am Schlussstein sieht man ein Relief, das die Kreuzigung mit der Jungfrau Maria und dem Johannes der Evangelist am Fuße darstellt. Die ganze Kirche wurde wahrscheinlich gemalt.

Baumeister bauten die Kirche aus richtig geschnitzten Steinen und Platten mit diskreten Reliefs von Kreuzen zusammen. Auf einer Klappe des Medaillons sind ein Kreuz und zwei kleine Bäume geschnitzt - es ist ein altes christliches Symbol für Christus (Kreuz) und das Paradies (stilisierte Bäume unter dem Querbalken des Kreuzes). Im 16. Jahrhundert gab es in der Kirche ein schönes hölzernes Kruzifix mit der Figur des Gekreuzigten und dies befindet sich heute in der Pfarrkirche.

Der Pfarrer hielt Gottesdienste in der Apsis mit einem quadratischen Grundriss mit einem eigenen spitzen Gewölbe, hinter einem Altar, dessen Sockel aus dem zerbrochenen Deckel eines alten Sarkophags besteht. Dies ist nicht ungewöhnlich - Fragmente antiker Skulpturen werden in Istrien häufig in Altären installiert. Es ist ein symbolischer Sieg des Christentums über das Heidentum.

Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit wurde im 17. Jahrhundert von einer Bruderschaft von Flagellanten aufrechterhalten. Mitglieder der Flagellanten-Bewegung schlugen sich zu Blut, um das Leiden Christi zu wiederholen und damit für ihre Sünden zu büßen. Die Flagellanten waren Mitglieder des Klerus und gewöhnliche Gläubige. Sie wurden in lokalen Prozessionen jeden Sonntag oder an besonderen religiösen Feiertagen, wenn öffentliche Folterungen dargestellt wurden, ausgepeitscht. Zunächst wurden Flagellanten als Ketzer verfolgt. Später wurden sie durch bestimmte kirchliche Orden ermutigt, so dass sie bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Italien und den österreichischen Ländern blieben.

Über der Apsis befindet sich jetzt ein leerer Raum, der mit neueren Skulpturen geschmückt ist, aber die Kirche musste ursprünglich eine verzierte Decke und nicht ein offenes Dach wie heute haben. Während der letzten Renovierung wurde die Kirche erhöht. Bei dieser Gelegenheit wurde der letzte Rest des Wandgemäldes in der Kirche - ein geweihtes Kreuz mit einer glagolitischen Aufschrift weiß gestrichen.

mr. sc. Sunčica Mustač

 

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